Vorschule

„Bildung ist das was zurück bleibt, wenn man das Gelernte wieder vergessen hat.“
(Hartmut von Hentig)

Wir verstehen unsere gesamte Arbeit als Vorschularbeit.

In unseren Lernwerkstatt- Arbeitsplätzen stellen wir den Kindern Arbeitsmaterialien zur freien Verfügung, die sie selbst auswählen können. Jeder Arbeitsplatz ist mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgestattet, so dass jedes Kind altersgerecht und in seinem eigenem Lerntempo entscheiden kann, wie und woran es gerne arbeitet. So ist zum Beispiel die mathematische Lernecke mit Materialen, wie Glasnuggets, Steinen oder Knöpfen in einer großen Anzahl zum Sortieren und Zuordnen eingerichtet. Das fordert die Kinder auf, erste Erfahrungen mit mathematischen Grunderfahrungen, wie Zählen, Vergleichen, Bilden von Reihen etc. zu sammeln.

Die Lernwerkstatt ist dementsprechend mit altersgerechtem Spielmaterialien, wie zum Beispiel Konstruktionsmaterial, Würfelspiele, Geschicklichkeitsspiele und LÜK-Kästen ausgestattet. Lieder, Geschichten und Gedichte sind länger und werden von den Kindern auf freiwilliger Basis wiedergegeben, um die Gedächtnisleistung von den Kindern zu trainieren. Um den Sprachschatz und das Allgemeinwissen zu erweitern, findet Wissensvermittlung in verschiedenen Bereichen – in Anlehnung an die „Hamburger Bildungsempfehlung“ – statt. Das freie Reden wird geübt, indem die Kinder von Erlebnissen berichten und alltägliche Geschichten wiedergeben. Jedes Kind wird motiviert auch allein vor der Gruppe Erlerntes oder Erfahrenes vorzutragen. Dies stärkt das Selbstwertgefühl des Kindes. Zusätzlich haben wir sechs Lernplätze nach dem Prinzip der Lernwerkstatt eingerichtet, die die Kinder jeder Zeit nutzen können, solange sie möchten. Die Materialien werden je nach Thematik gewechselt.


Unsere Methoden

„Sag es mir und ich werde es vergessen.

Zeig es mir und ich werde mich daran erinnern.

Beteilige mich und ich werde es verstehen.“

(Lao Tse)

Informationen werden am besten gespeichert, wenn sie auf möglichst vielfältige Weise angeboten und verarbeitet werden. Die moderne Hirnforschung unterstützt nachdrücklich diese Erkenntnis. Ganzheitliches Lernen beinhaltet das Zusammenspiel aller Sinne: Tastsinn, Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn, Geschmackssinn, Sehsinn, Hörsinn und den Geruchssinn.
Für das lernende Kind bedeutet dies, dass es mit allen Sinnen lernt, mit der Sprache, mit seiner Motorik, mit seinen Augen usw. Deswegen ist es uns wichtig, dass wir in unserer Vorschularbeit die gesamte Breite der Förderung der Sinneswahrnehmung in abwechslungsreicher Form, wie durch Singen, Malen, Reimen, durch Bewegungsspiele, Geschichten erzählen und viele weiteren Aktivitäten, den Kindern anbieten. Zum ganzheitlichen Lernen gehören ebenso auch Formen des Freispiels und selbstständiges Erkunden des Spiel- und Lernmaterials. Heute wissen wir, dass Freude am Lernen, also intensive, positive Gefühle den Lernprozess verstärken. Informationen, die emotional bewertet werden, graben sich besonders tief ins Gedächtnis ein. Trocken auswendig Gelerntes oder nicht selbst Erfahrenes vergessen Kinder und auch wir schnell, und es ist später längst nicht so gut abrufbereit. Deswegen haben wir es uns als Ziel gesetzt, den Kindern spielerisch mit viel Spaß, Freude und Selbstbeteiligung Wissen zu vermitteln. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Bildung stets Selbstbildung des Kindes ist. Dies bedeutet, dass Bildung nicht von uns Erwachsenen vorgegeben werden kann, sondern in Form von Selbstbildungsprozessen vom Kind geleistet wird. Um den Kindern diesen (Selbst-) Bildungsprozess zu ermöglichen, haben wir die erforderlichen Rahmenbedingungen mit Hilfe von Lernwerkstätten geschaffen.


Unsere Vorschulinhalte

  • Selbstversorgung fördern und unterstützen
  • Verkehrserziehung
  • Theaterpädagogik
  • Naturwissenschaftliche Arbeit
  • Formenprojekt ca. 4-6 Wochen
  • Der Zahlenraum 1 bis 10
  • Schriftsprache/ Literacy im Kindergarten

Weitere Informationen zu unserer Vorschularbeit finden Sie hier.