Grundkonzept

„Was wir tun,

entscheidet darüber,

wie die Welt morgen aussieht“

Marie v. Ebner- Eschenbach

 

Unser pädagogischer Ansatz und unsere pädagogische Arbeitsform

Wir sind kein Montessori-Kindergarten, doch der Satz „Hilf mir es selbst zu tun, aber tue es nicht für mich“ spielt für unsere pädagogische Arbeit eine große Rolle. Unsere Kita arbeitet nach dem Prinzip der offenen Arbeit. Um eine Vorstellung von unserer Arbeit zu bekommen, möchte ich Sie dazu einladen einmal über Ihre eigene Schulzeit nachzudenken. Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit dafür.

Wie viel Wissen /gelerntes ist aus Ihrer Schulzeit übrig geblieben? Bei den meisten von Ihnen wird es nicht viel sein. Denn heute wissen wir, dank moderner Hirnforschung, dass jedes Kind und auch Erwachsene, durch Selbsterfahrung lernen und nicht durch auswendig gelerntes.

Darauf möchten, wir als Kita eingehen um die Schätze eines jeden Kindes zu erkennen und zu fördern. Das bedeutet, dass wir die Kinder ausreichend beobachten um festzustellen welche Bedürfnisse sie zur Zeit haben. Spiet ein Kind, z.B. viel mit Bauklötzen, um sein räumliches Vorstellungsvermögen zu entwickeln, ist es die Aufgabe der Erzieherin dies mit anderen Baumaterialien zu unterstützen. Die Aufgabe der Erzieherin besteht darin den Raum sehr gut vorzubereiten um den Kindern neue Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Das offene Konzept bietet die Möglichkeit, anders als in den Gruppenräumen, sich besser entfalten zu können. Rein das Platzangebot bietet viel mehr Möglichkeiten. Im offenen Konzept muss nicht alles in einem Raum (Bauecke, Kreativecke, Rollenspiel), angeboten werden. So besteht z.B. im Bewegungsraum die Möglichkeit sich wirklich zu bewegen ohne etwas umzustoßen oder kaputt zu machen. Im offenen Konzept hat jede Erzieherin die Möglichkeit sich zur Fachfrau/Mann zu entwickeln und muss nicht wie im Gruppenverband alle Bandbreiten abdecken. Durch eine geordnete Umgebung, ruhigen Arbeitsplätze und bereitgestelltes Material soll die Kreativität und die Selbstwahl des Kindes geweckt und gefördert werden. Mit angeleiteten Angeboten und Möglichkeiten des Freispiels unterstützen wir die Kinder in der Entwicklung ihrer Kompetenzen. Wir bieten den Kindern Hilfe zur Selbsthilfe an. D.h. die Kinder erledigen möglichst viel alleine, wie z.B. Anziehen, Ordnung zu halten, selbständiges Handeln in der Mittagssituation (altersgerecht),… Wir als Erzieherinnen stehen beratend zur Seite und fordern die Kinder auf in verschiedenen Situationen selbst zu handeln und zu überlegen wie sie Lösungsansätze selbst herbei führen. Das Kind und nicht die Erzieherinnen stehen im Mittelpunkt. Wir sehen das Kind als vollwertigen, sozialen Menschen an, der danach strebt sich nach seinen Anlagen und Fähigkeiten zu entwickeln. Das Kind erforscht, entdeckt und konstruiert aktiv sein Wissen. Wir begegnen unseren Kindern wertschätzend und akzeptieren ihre individuelle Persönlichkeit. Unsere Kinder arbeiten ganz nach ihrem eigenen individuellen Lerntempo und Lerninteresse. Wir bieten den Kindern Anreize, wie z.B. das Hören klassischer Musik, Besuche von Museen, Theaterbesuche, mathematische und naturwissenschaftliche Erlebnisse, sowie Literacy- Erfahrungen. Wir möchten bei den Kindern Interesse an Neuem wecken und Türen öffnen. Es ist uns wichtig, bei den Kindern die Bereitschaft zum Lernen zu fördern, um die facettenreichen Möglichkeiten des Lebens zu entdecken.

„Das Spiel des Kindes ist eine Brücke zur Wirklichkeit“

Bruno Bettelheim

Wir sehen es als unsere Aufgabe an, als familienergänzende Institution den Kindern folgendes zu vermitteln:

  • Soziale Kompetenz:
  • Ich- Kompetenz:
  • Sachkompetenzen:
  • Lernmethodische Kompetenzen:

Mit Hilfe der in der Hamburger Bildungsempfehlung empfohlenen Bildungsbereiche

  • Körper, Bewegung und Gesundheit
  • Soziale und kulturelle Umwelt
  • Kommunikation: Sprache, Schriftkultur und Medien
  • Bildnerisches Gestalten
  • Musik
  • Mathematische Grunderfahrungen
  • Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen

Desweiteren ist es uns ein großes Anliegen das Kind bestmöglich auf den Übergang auf die Grundschule vorzubereiten. Hierfür ist es für uns elementar wichtig, dem Kind genügend Freiraum zu schaffen, um sich seine Welt spielerisch, selbstbestimmt und in seinem eigenen Tempo anzueignen. Kinder brauchen die Möglichkeiten zum selbsttätigen Handeln und Erproben. Nur so können wir die Entwicklung des Denkens, der Sprache und der Identität unterstützen. Deswegen ist ein Kitaplatz, nicht nur für ein Kind arbeitender Eltern wichtig, sondern für alle Kinder. Denn die Kita bietet Entwicklungsmöglichkeiten, die Familien in dieser Art nur unter schwierigen Bedingungen bieten können.

„Sinnes- und Bewegungshandlungen bilden die Basis für die Entwicklung der Intelligenz und den Aufbau logischen Denkens“

Piaget


 

Die Bedeutung des Spiels

Ein Kind das frei spielt, sich bewegt und selbständig handelt, lernt dabei. Lassen wir ein Kind nicht frei spielen, hemmen wir es in seiner Entwicklung. Aus diesem Grund hat das Freispiel in unserem Kindergarten einen hohen Stellenwert.

Im Freispiel kann das Kind spielen, mit wem es möchte, wie es möchte, was es möchte.

Die Kinder können frei entscheiden, mit wem sie spielen möchten. Sie suchen sich selbständig einen oder mehrere Partner aus. Sie lernen dabei auf andere Kinder zuzugehen. Durch die Reaktionen der Spielpartner erhalten die Kinder ein Wissen über eigene Fähigkeiten, Schwächen, Gefühle und Wünsche. Die ganzheitlichen Erfahrungen, die Kinder im Spiel sammeln sind überwiegend Selbsterfahrungen, in denen sich das Kind seines „Selbst“ bewusst wird. Sie sammeln Erfahrungen, verarbeiten Eindrücke und Erlebnisse und erwerben unbewusst eine Menge an Wissen und soziale Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte halten sich während des Freispiels bewusst zurück. Erst wenn deutlich wird, dass die Kinder ohne Hilfe nicht mehr weiterkommen, wird zu neuen Lösungen angeregt.


 

Partizipation ( lat. Particeps= teilhabend)

In unsere Kindertageseinrichtung leben wir Partizipation, indem wir altersgerechte, verschiedene Formen von Beteiligung und Mitbestimmung den Kindern anbieten. Sie können aktiv ihre Belange in den Alltag einfließen lassen, indem sie ihre Meinung, Empfindungen, Ideen und Sichtweisen äußern. Wir nehmen die Kinder als Gesprächspartner ernst, ohne dass die Grenzen zwischen Erwachsenen und Kindern verwischt werden.

In unserer praktischen Umsetzung bedeutet dies, dass die Kinder aktiv an der Gestaltung der Kinderkonferenz, des Tagesablaufes, das Aufstellen der Gruppenregeln und das Einnehmen der Mahlzeiten mitbestimmen.


 

Interkulturelle Arbeit

Unsere Zielsetzung in der interkulturellen Erziehung ist es, die Kinder nicht bedingungslos in unsere Gesellschaft einzugliedern, sondern die eigene soziale und kulturelle Identität zu wahren. Für uns als Erzieher bedeutet das, die Kinder aufzufordern auch in Ihrer Muttersprache zu sprechen und von ihren Erlebnissen zu berichten. Wir beziehen die Eltern bei Projekten mit ein, indem sie von ihrem Land und kulturellen Hintergründen erzählen. Wir vermitteln den Kindern Wertschätzung und Respekt für andere Kulturen und Menschen.


 

Ernährung

Wir schaffen eine gemütliche Atmosphäre bei allen Mahlzeiten.

Unser Frühstück findet in offener Form statt. Die Kinder können selber auswählen zu welchem Zeitpunkt sie Frühstücken möchten. Wir als Einrichtung stellen ein abwechslungsreiches und gesundes Frühstück zur Verfügung. Alle Lebensmittel sind 100% biologisch. Unser Mittagessen wird von der Firma Wackelpeter geliefert. Das Essen wird aus 100% ökologischen Zutaten hergestellt und der Betrieb ist nach EG Bioverordnung zertifiziert.
Beim Mittagessen verzichten wir auf Schweinefleisch.
Die Kinder decken bei jeder Mahlzeit die Tische selber ein und ab. Sie füllen sich ihr Essen und Trinken selber auf und können so entscheiden was und wie viel sie essen/trinken.


 

Tagesablauf

– 7:00-8:00 Uhr Frühdienst

-8:00-9:30 Uhr offenes Frühstück

-10:00-ca. 10:30 Uhr Kinderkonferenz

-10:30-11:45 Uhr Freispiel und/oder angeleitete Angebote

-12:00-12:30 Uhr offenes Mittagessen

-Anschließend individuelle Schlafenszeit für Krippenkinder

-12.30-15.00 Uhr Freispiel und/oder angeleitete Angebote

-15:00-15:30 Uhr Knusperrunde

-16:00-17:00 Spätdienst

Natürlich achten wir jedes Kind individuell mit seinen Bedürfnissen und richten uns nicht nach festen Zeiten für die Ruhephasen, die Hygiene oder die Nahrungsaufnahme. Den Kindern räumen wir im Tagesablauf viele Entscheidungsfreiräume ein.

Das gesamte Konzept finden Sie hier.